Margna

 

Die Segelyacht ist am 4. Mai 2009 in Les Sables d’Olonne an der Atlantikküste vom Stapel gelaufen. Und der Name der Yacht:

“ MARGNA „

kommt von einem Berg am südwestlichen Ausgang des Engadins.

Piz La Margna im Herbst

Warum dieser Name? Dafür gibt es viele Gründe:

  • Die erste Eingebung war „Allegra“, jedoch war dieser Name im Schweizerischen Schiffsregister bereits besetzt.
  • Die Margna ist ganz einfach ein wunderschöner Berg am südöstlichen Ende des traumhaften Engadin
  • Obwohl ich die Höhe schlecht ertrage, stand ich schon selber mal auf diesem 3300 m hohen Berg – mit Hilfe!
  • Margna ist in der Fremde ein Stück solide, wunderschöne Heimat
  • Und steckt nicht auch das Wort Meer – mar – in Margna?

Die Suche nach dem geeigneten Schiff gestaltete sich nicht so einfach. Tausende von mit dem Auto zurückgelegten Kilometern später und nach vielen Besichtigungen von Gebrauchtbooten kam die Erkenntnis: Es ist wie im richtigen Leben – alles ein Kompromiss: DIE ideale Segelyacht gibt es nicht, aber das macht das Ganze erst spannend, denn das Studium von einschlägiger Literatur und stundenlanges Surfen im Internet lässt über die Zeit den Entscheid reifen und gleichzeitig auch eine einzigartige Beziehung zu dem einen – seinem Schiff, mit allen Ecken und Kanten reifen.

erste Begegnung

Kanten – ja, das hat sie, denn sie ist eine OVNI 435, die letzte ihres Modells aus der Werft Alubat in Les Sables d’Olonne (Atlantik). OVNI’s sind Aluminium Knickspanter mit Integralschwert. In Frankreich kennt man sie auch unter dem Spitznamen: 4 x 4 der Weltmeere. OVNI heisst auf Französisch „objét volant non identifié“, d.h. UFO. Ehrlich gesagt hat der Anblick zuerst tatsächlich mehr an ein UFO als an eine schöne Blauwasseryacht erinnert. Doch der patinierte Aluminiumrumpf, der seltsame Heckspoiler (genannt Targabügel) und die so untypische Erscheinungsform dieser Boote schliesst man einfach ins Herz – oder auch nicht.

 Margna nimmt Form an

Warum fiel die Entscheidung schliesslich auf eine OVNI?

Es ist ein Metallboot. Für den Kauf eines gebrauchten Stahlbootes reichten die Kenntnisse und die handwerkliche Begabung nicht aus, ganz abgesehen vom höheren Gewicht. Es war gar nicht so einfach, Werften, die Metallboote in Serie, d.h. zu erschwinglichen Preisen bauen, zu finden. Die Werft Alubat mit ihrer langjährigen Erfahrung und einer ungekünstelten, ja fast pragmatischen Auffassung vom Segeln hat schliesslich überzeugt. Kein Schnickschnack, kein Luxus, aber alles was nötig und wichtig ist, um mit einem guten Gefühl auf eine Segelreise zu gehen.

(Ganz oben Margna im Engadin – Unten: Margna auf dem Meer)

Margna im Wasser

Technische Daten:

Länge über alles:  13.37 m

Breite:                        4.22m

Tiefgang:                   2.54m bzw. 0.74m

Gewicht:                    10.3 t

Segelfläche:               88 m2

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